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Programmieren von 0 bis 1 – ein Erlebnisbericht

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}

Geschweifte Klammern. Die mochte ich schon in der Schule nie. Ich weiß auch nicht mehr genau wann, wie und wieso man diese im Matheunterricht benutzt hat, auch, wenn ich dank eines klassikbegeisterten Mathelehrers den „Erweiterungskurs“ Mathe bis zum schriftlichen Abi belegte. Von dessen Vorliebe für klassische Konzerte erfuhr ich auch erst später, als ich während meines Musikmanagementstudiums in einer Kirche saß, dem Uniorchester lauschte und meinen Augen nicht mehr trauen wollte, als auf einmal mein alter, strenger, aber fairer Mathelehrer ein paar Reihen weiter saß. Zahlen und Kultur, dass passte irgendwie nicht so richtig.

Programmieren und Musik?

Die geschwungenen Linien der Klammer führen nun zu einer weiteren, scheinbaren dissonanten Verbindung: Programmierung und Kultur. Zwar kennen wir in der Musikwissenschaft die geschweiften Klammern von der Notation (dort werden Notenzeilen verbunden, die unisono erklingen), aber Informatik und Musik?🤔

Passt doch! In anderen Blogbeiträgen werde ich noch ausführlicher auf dieses Zusammenspiel eingehen [Mehr dazu: Julia Mihály schreibt zu diesem Thema in der Neuen Musikzeitung]. An dieser Stelle kehren wir zurück zu den geschweiften Klammern in der ersten Zeile. Sie gehören der Programmiersprache „CSS“ (Cascading Style Sheets) an und fassen einen Befehl zusammen, der sich auf das „Styling“ bezieht.

Dieser Befehl sagt deinem Browser, dass er unter einer Verlinkungen wie dieser „Verlinkung“ zwei Striche anzeigen soll (border-bottom), die 3px breit und gelb (#DFB857) sind. Jedoch nicht bei allen Verlinkungen, sondern nur die innerhalb von Blogbeiträgen (.entry-content).

Einführung in Programmiersprachen – kostenlos

Jeder von uns hantiert täglich mit seinem Computer; surft im Internet oder arbeitet mit Excel, Word und Co. Aber wie funktionieren diese Alltäglichkeiten eigentlich? Die „Codecademy“ bietet eine kostenlose Online-Einführung in Programmiersprachen wie HTML, CSS, Python, JavaScript etc und erklärt auch, für welche Zwecke diese verwendet werden können. Kennen Sie den Unterschied zwischen HTML und CSS? Den kannte ich vorher auch nicht. Die englischsprachige Erklärung ist dabei immer so aufgebaut, dass man selbst etwas anweden muss, bevor man zur nächsten Lektion wechseln darf.

Da man jedoch von den vielen Möglichkeiten leicht erschlagen wird, empfehle ich, parallel dazu ein eigenens, kleines Programmierprojekt zu starten. Dabei kann man sogar noch Geld sparen: Wenn man einen Blog wie kulturdata mit WordPress erstellt, bekommt man viele „Themes“ (quasi Designs) umsonst zur Verfügung. Diese sind jedoch in ihrer Gestaltung etwas eingeschränkt, bzw. muss man die „Pro“ Version kaufen, um alle Funktionen freizuschalten.

Geld sparen mit CSS Kenntnissen

Hier kommen die CSS Kenntnisse ins Spiel, die man bereits nach dem ersten Teil der Codecademy für HTML&CSS ausprobieren kann: Es lässt sich nämlich leicht zusätzlicher CSS-Code in das „Theme“ integrieren und so Anpassungen vornehmen, für die man sonst zwischen 20€ – 100€ in der Pro Variante bezahlt hätte. Ein weiteres Beispiel wie die doppelte, gelbe Hervorhebung von Links sieht der Leser gerade vor sich, hat es aber sicher nicht bemerkt. Dieses Schrift habe ich über einen kostenlosen Anbieter (Google Fonts) in das Theme dieses Blogs integrieren können. Natürlich gibt es tausend Dinge, die ein richtiger Webdesigner besser machen könnte als ich. Aber häufig kann man sich mit diesen Grundkenntnissen selbst helfen.

Marc David Ferrum

Ein weiteres Projekt, um die erlernten Programmierkenntisse umzusetzen, kam beim Mozartfest 2017 in Würzburg zustande. Dort fragte mich ein befreundeter Komponist, ob ich ihm da nicht helfen könnte. Das Ergebnis findet man auf: www.marc-david-ferrum.com.

Wenn du gerade überlegst, dass so eine Webseite auch was für dich wäre und du kein 10. Weltwunder erwartest sondern einfach nur eine schnike Seite, die du selbst mit Inhalten füllen möchtest, kann du mich gerne kontaktieren: kurtz@kulturdata.de

Python

Data Science, ein weiteres Buzzword der Digitalisierung. Zur Zeit werden sie scheinbar händeringend gesucht und fürstlich bezahlt. Nach einiger Lektüre, machte ich mich auch an den Python Kurs bei codecademy. Erste Enttäuschung: Anders als bei HTML und CSS sieht es eher nach grünen Nullen und Einsen auf einem schwarzen Hintergrund aus. „Schön sein“ will die Programmiersprache Python auch gar nicht, sondern einfach verständlich und funktional. Python funktioniert über die Komandozentrale eines Computers. Damit lassen sich Daten analysieren, Grafiken zeichnen, Aufgaben automatisieren und auch ein „Schiffeversenken-Spiel“ erstellen. Dieses ist Teil des Kurses bei Codecademy, meinen Code dazu gibt’s hier: „Code„. Das Programm  kann man jedoch nicht einfach online spielen, sondern muss zuerst auf dem Computer Python installieren und dann diesen Code einfügen. Mit Python lässt sich quasi alles machen, ein aktuelles Projekt suche ich jedoch noch (bei den meisten Projekten war die Software „KNIME“ einfacher und schneller). Derzeit nutze ich das Grundwissen (mit Google als „Wörterbuch“, um Arbeitsschritte bei Kaggle nachzuvollziehen.

Cook & Code

In München gibt es ein tolles Start-Up, das Programmierkurse anbietet: Cook & Code. Deren Kurs über Python habe ich besucht und neben netten Menschen in einer lockeren Bierlaune den ein oder anderen Python Code gelernt. Der Kurs ist jedoch für Anfänger gedacht, daher kann ich ihm jeden ans Herz legen, der sich mal anschauen will, was Python ist und ob es etwas für einen sein könnte.

SQL

Derzeit mache ich den SQL Kurs bei Codecademy. Mit dieser Datenbanksprache [≠ Programmiersprache] lassen sich Datenbanken bearbeiten. Sobald es neue Erkenntnisse gibt, werde ich auf KulturData darüber berichten. Gerade schreibe ich jedoch meine Masterarbeit und die freie Zeit ist begrenzt.

Aufruf

Zum Schluss eine Bitte: Wenn ihr in der Kultur arbeitet und euch für’s programmieren und/oder Datenanalyse interessiert, schreibt mir. Ich bin bereits mit Gleichgesinnten in Kontakt und freue mich auf auf den Austausch!

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